Regionale Presse Prignitz am 2. April 2003

MAZ Prignitz-Kurier

Ein kleines Senfkorn Hoffnung
Mahnwache der Initiatoren des "Prignitzer Appells" und Friedensgebet

HEIDRUN LEHMANN

PERLEBERG Die Unterschriftenliste zum "Prignitzer Appell" wollen heute die Sprecher der Initiative, Hartmut Winkelmann und Manfred Tiede, im Bundeskanzleramt vorlegen. Darüber informierte die Koordinatorin dieser Prignitzer Friedensbewegung, Ramona Dittrich, die Teilnehmer der Perleberger Mahnwache am Montag auf dem Großen Markt der Kreisstadt. Außerdem berichtete sie, dass inzwischen über 42 200 Unterschriften auf dem Appell gegen den Krieg im Nahen Osten eingetragen sind, darunter von mehr als 2000 Kommunalpolitikern, an die der Friedensappell in erster Linie gerichtet war.

Künftig sollen die Mahnwachen an jedem Montag um 18.30 Uhr in der Nähe der Perleberger Friedenseiche abgehalten werden - so lange bis der Krieg der Alliierten im Irak beendet ist.

Einige der Teilnehmer an der Mahnwache fanden sich am Montag anschließend zum Friedensgebet in der Perleberger St.-Jacobi-Kirche ein. Sie entzündeten wiederum an der Altarkerze ihre Friedenslichter und verharrten in schweigendem Gebet oder fanden Worte der Zuwendung zum irakischen Volk, vor allem für die Frauen und Kinder. Sie mögen nicht verzagen, wünschte einer der Teilnehmer und versicherte, dass die Perleberger in Gedanken bei ihnen wären.

Pfarrer Matthias Frenzel aus Uenze wusste sich in seinen Worten eins mit allen friedliebenden Menschen der Welt. Er sprach von der Hoffnung auf Frieden und stimmte gemeinsam mit den Gebetsteilnehmern das Lied vom "Kleinen Senfkorn Hoffnung" an als Symbol, dass aus Kleinem Großes erwachse - dass der Wunsch nach Frieden immer mehr Menschen vereinen möge. Zum nächsten Friedensgebet in der St.-Jacobi-Kirche lud er für den 14. April ein, da am kommenden Montag der Gemeindekirchenrat an gleicher Stelle zusammenkommt.

 

   zurück zur Übersicht