Regionale Presse Prignitz am 1. April 2003

Der Prignitzer

Mahnwache, bis der Krieg beendet
Prignitzer Appell will Unterschriften übergeben

Perleberg Fortan immer montags, eine halbe Stunde vor dem Friedensgebet, wird vor dem Rathaus eine Mahnwache gegen den Irak-Krieg abgehalten.

"Und wir werden so lange diese Aktion durchführen, bis der Krieg beendet ist", betont Ramona Dittrich, Koordinatorin des "Prignitzer Appells". Zugleich verbindet sie damit die Hoffnung, dass das Bombardieren und Töten im Irak schnell ein Ende findet. "Nicht zuletzt auch, weil immer mehr Menschen diesen völkerrechtlich nicht legitimierten Krieg nicht wollen und dagegen ihre Stimme erheben", setzt Ramona Dittrich den Gedanken fort.

Jetzt, da die USA versuchen, die Menschen auf einen langen und opferreichen Krieg einzustellen, sei es mehr denn je Gebot der Stunde, dagegen aufzubegehren, immer wieder in den Köpfen wach zu rufen, dass täglich viele Unschuldige mit ihrem Leben für diesen Krieg bezahlen.

Morgen um 11 Uhr wollen Initiatoren des "Prignitzer Appells" dem Leiter des Bundeskanzleramtes Listen mit Unterschriften übergeben. "Über 42000 Unterschriften, davon mehr als 2000 von kommunalen Abgeordneten, trägt derweil unser ,Prignitzer Appell'", betont die Koordinatorin. Man wolle damit nicht zuletzt die Bundesregierung dazu bewegen, alles in ihren Kräften stehende zu tun, um den Krieg zu stoppen. Bis jetzt seien deren Aktivitäten vielfach halbherzig. Man könne nicht ein politisches Nein verkünden, und dann aber alles tun, was die Kriegsführung erleichtere, sprich Überflugrechte gewähren und dergleichen.

Doris Ritzka

Nein zum Krieg im Irak - eine Mahnwache wollen die Initiatoren des "Prignitzer Appells" immer montags vor dem Rathaus abhalten. Fotos: Doris Ritzka (2)

 

 

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