regionale Presse Prignitz am 1. März 2003

Märkische Allgemeine, Prignitz-Kurier

"Ich habe die Tränen irakischer Kinder gesehen"

Mahnwache in Perleberg / Wittenberger Friedensgebet / Über 29 000 Zustimmungen zu Prignitzer Appell


PRIGNITZ - "Jedes siebente irakische Kind erlebt nicht das fünfte Lebensjahr. Das Gesundheitswesen, früher eines der besten im Nahen Osten liegt am Boden. Aber das widerliche korrupte Regime Husseins muss beseitigt werden. Doch mit friedlichen Mitteln." André Brie, Europaabgeordneter, schilderte die bedrückenden Tatsachen gestern vor der zweiten Mahnwache in Perleberg, zu der die Initiatoren des "Prignitzer Appells", die Stadtverwaltung und die St.-Jacobi-Kirchengemeinde aufgerufen hatten. Er ermunterte zu "Mut und Zuversicht" für den Frieden. Pfarrer Martin Groß aus Rosenhagen schilderte die Einsicht der Christen, dass es heute keinen gerechten Krieg mehr geben könne auf der "enger gewordenen Welt". Mehr als 29 000 Unterschriften stehen seit gestern auf dem "Prignitzer Appell", berichtete Jürgen Hennig, PDS-Ortsvorsitzender in Perleberg.

Zum fünften Mal schon kamen gestern Nachmittag etwa 50 Menschen im Evangelischen Gemeindehaus von Wittenberge zum Friedensgebet zusammen. Pfarrerin Dorothee Wauer hielt die Andacht und sprach davon, dass nun auch in den USA der Widerstand gegen einen Irak-Krieg immer größer werde. Nach dem Gebet entzündeten die Teilnehmer ihre mitgebrachten Kerzen am Ausgang des Gemeindehauses und setzten sich zu ihrem Marsch zum "Stern" in Bewegung. hl/sw

 

Der Prignitzer

 

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