Presse am 10. März 2003

Ostthüringer Zeitung
Stadträte unterzeichnen Appell gegen den Krieg

Rudolstadt (OTZ). Zu einer Kundgebung am Donnerstagabend vor dem Rudolstädter Rathaus kamen etwa 150 Menschen zusammen (OTZ berichtete), um gegen den drohenden Irakkrieg zu protestieren. Mitglieder des Stadtrates waren aufgefordert, sich zum Thema "Rudolstadt - Stadt des Friedens" zu positionieren, hieß es jetzt in einer Mitteilung.

Es ergriff unter anderem der Bürgermeister der Heidecksburgstadt, Dr. Hartmut Franz (FW), das Wort, der sich grundsätzlich gegen den Krieg aussprach. Die Veranstaltung sollte sich aber nicht nach dem Etikett "Stadt des Friedens" orientieren, sondern auf den eigentlichen Anlass konzentrieren. Der Fraktionsvorsitzende der PDS, Hubert Krawczyk, erklärte, dass der "Prignitzer Appell", eine Erklärung, in der sich Kommunalpolitiker gegen den Krieg aussprechen, bereits von 14 Stadträten unterzeichnet worden sei. Man habe damit schon ein Zeichen gesetzt, aber hier könne man noch einiges mehr tun, hieß es. Im Namen des Aktionskreises für den Frieden Saalfeld-Rudolstadt sprachen Norbert Schneider (Eine-Welt-Verein Saalfeld) und Daniel Starost (solid).

Zu dieser Kundgebung hatte der Aktionskreis für den Frieden Saalfeld-Rudolstadt aufgerufen, in dem sich mehrere Organisationen, Verbände und Vereine der Region gegen den drohenden Krieg zusammen gefunden haben, um gemeinsam für den Frieden in Aktion zu treten. Die nächste Zusammenkunft des Aktionskreises ist für den kommenden Sonntag, 16. März, in der Kreisstadt Saalfeld geplant.

 

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