NEIN zum Krieg!

Perleberg, 19.01.03

Wir rufen alle Jugendlichen zum Protest gegen den drohenden Irak-Krieg auf.

Wir rufen die Jugendverbände, Jugendringe und Schülervertretungen auf, eigene Aktionen gegen den Krieg zu initiieren.

Wir unterstützen den „Prignitzer Appell" und fordern von der Bundesregierung, ihr Wahlversprechen zu halten und im UN-Sicherheitsrat mit einem klaren NEIN zu stimmen.

Die TeilnehmerInnen der Jugendpolitischen Konferenz der PDS-Landtagsfraktion Brandenburg und von [´solid] Brandenburg am 18./19. Januar 2003 in Perleberg

 

Klares Nein zum Krieg
PDS-Jugendkonferenz setzt Zeichen (Presseerklärung)

Für den Fall des Angriffs der USA auf den Irak plant der sozialistische Jugendverband [´solid] eine Vielzahl von Protestaktionen in Brandenburg. So sind Demonstrationen, Flugblattaktionen und Menschenketten vorgesehen. „Wir wollen möglichst konkret vorführen, welche Auswirkungen ein Krieg auf das Leben der Zivilbevölkerung hat," erklärte dazu der PDS-Landtagsabgeordnete Thomas Domres. Die Teilnehmer der zweitägigen Jugendkonferenz in Perleberg verabschiedeten einen Appell, in dem sie von der Bundesregierung fordern, ihr Wahlversprechen zu halten und im UN-Sicherheitsrat mit einem klaren Nein gegen die Kriegspläne der USA zu stimmen.

Weiterhin standen die Themen Arbeit und Bildung im Mittelpunkt. Der PDS-Landtagsabgeordnete Frank Hammer kritisierte die Finanzplanung der Landesregierung: „Die unsägliche Politik der Mittelkürzungen, der Schulschließungen und der kostentreibenden Zersplitterung des Schulwesens darf nicht länger fortgesetzt werden. Die SPD irrt, wenn sie glaubt, die Brandenburger Bevölkerung würde diese üble Rotstiftpolitik bis zur kommenden Landtagswahl vergessen." Um das Bildungsniveau nachhaltig zu verbessern, müssten Klassenstärken reduziert und die Pflichtstunden der Lehrer herabgesetzt werden. „Die Lehrer müssen endlich wieder mehr Zeit für die Schüler finden. Hier investieren wir in die Zukunft Brandenburgs," sagte Frank Hammer weiter.

Zudem müssten dringend die Perspektiven auf dem Brandenburger Arbeitsmarkt für Jugendliche verbessert werden. Dies sei unter anderem durch die Einführung der Ausbildungsumlagefinanzierung möglich. Nach Abschluss der Lehre müssten die Unternehmen eine mindestens einjährige Beschäftigung garantieren. So könnten sich junge Leute auf dem Arbeitsmarkt profilieren.

 

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