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c/o PDS-Stadtfraktion Perleberg
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Perleberg, 19. Januar 2003

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

unser Appell hat nicht nur viele weitere Unterstützerinnen und Unterstützer gefunden - bis jetzt (21 Uhr) genau 845 Kommunalpolitiker und weitere 2.003 Bürgerinnen und Bürger - sondern auch in vielen kommunalen Vertretungen, auf unterschiedlichen Veranstaltungen in fast allen Bundesländern Diskussionen ausgelöst. Darüber hinaus freue ich mich, dass sich auch Sozialdemokraten und Grüne mit einer eigenen „Hamburger Erklärung", die einen ähnlichen Inhalt wie der „Prignitzer Appell" hat, an die Bundesregierung gewandt haben. Auch der Aufruf von 250 Intellektuellen aus unserem Land, den Günter Grass am 16. Januar in den Tagesthemen vorstellte, gibt den Bewegungen gegen den Krieg Auftrieb. Ebenso wichtig finde ich den heute in Perleberg veröffentlichten Appell junger Leute aus Brandenburg, die sich auf einer Jugendkonferenz neben Bildungs- und Ausbildungsfragen auch dem Thema Frieden zugewandt haben, an ihre Alterskameraden, sich dem Protest gegen den Krieg anzuschließen.

Alle größeren Verbände der Friedensbewegung haben sich geeinigt, für den 15. Februar 2003 gemeinsam zu einer bundesweiten Demonstration nach Berlin aufzurufen. Diese Demonstration und Kundgebung wird mit zwei Marschsäulen - eine vom Rudolf-Breitscheid-Platz (Nähe Bahnhof Zoo) und die andere vom Alexanderplatz - zu einer Kundgebung in der Berliner Innenstadt (geplant ist im Umfeld des Reichstages) zusammentreffen.

Und nun unser Vorschlag an Euch:

Wir könnten innerhalb dieser Demonstration einen Block „Abgeordnete gegen den Krieg" bilden. Zu diesem Block möchte ich alle Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des „Prignitzer Appells" einladen. Ein geeigneter Treffpunkt dafür ist aus unserer Sicht am 15.2.03 um 12 Uhr an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz. Für die Gestaltung des Blocks hat es in vielen Gesprächen und Mail-Wechseln schon einige Vorschläge gegeben: so könnten Ortsschilder >.... gegen Krieg< und/oder Stadt- und Kreisfahnen mitgeführt werden. Ich bin sicher, da fällt uns allen noch sehr viel ein. Selbstverständlich sind auch alle Friedensfreunde aus Euren Orten in >unserem< Demoblock herzlich willkommen.

Auf der Abschlusskundgebung der Friedensbewegungen wird es neben drei kurzen Redebeiträgen aus dem gewerkschaftlichen Bereich, aus den Reihen der Kirchen und der Globalisierungskritiker ein Kulturprogramm geben.

Liebe Freundinnen und Freunde,

auch unsere Bitte an die Vorstände der demokratischen Parteien um ein Gespräch ist nicht ohne Resonanz geblieben. So erhielten wir eine - aus unserer Sicht leider unverbindliche - Antwort der Referentin des Vorsitzenden der SPD und konnten am 13. Januar ein Gespräch mit der Vorsitzenden der PDS, Gabi Zimmer, führen. Die Medien hatten ja zum Teil darüber berichtet und auf unserer Internet-Seite sind diese Informationen auch festgehalten.

Lasst uns also mit immer neuem Mut, gegründet auf die großartige Resonanz für unsere Initiative, weiter dafür sorgen, dass alle Möglichkeiten genutzt werden, den drohenden Krieg gegen den Irak zu verhindern.

Apropos Mut: ich raffe jetzt allen, den ich habe, zusammen und spreche das Thema Finanzen noch an. Der „Prignitzer Appell" kostet inzwischen durchaus nicht nur Arbeit. Bisher ist fast alles von den Initiatoren privat oder ganz stillschweigend vom PDS-Kreisverband Prignitz übernommen worden, der nun nicht gerade zu den reichsten im Lande gehört. Wir werden deshalb in den nächsten Tagen erstens ein Konto einrichten, zweitens auch bei Euch für ein paar Euro anklopfen und drittens am 15. Februar eine Spendenbüchse mitbringen. Ich hoffe, dass Ihr uns auch in diesem Punkt unterstützen könnt.

Mit solidarischen Grüßen

 

gez. Ramona Dittrich
Koordinatorin

 

Spenden zur finanziellen Unterstützung können unter dem Kennwort „Prignitzer Appell" auf das Konto des PDS-Kreisvorstandes Prignitz überwiesen werden:
Kto.-Nr. 1404199 * Raiffeisenbank e.G Prignitz * BLZ: 16060122

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